.. Entsprungen aus der Quelle der Zuneigung und Verliebtheit,
fließt sie bedingungslos über Berg und Tal.
Irgendwann im ewigen Meer endent.
Der Mensch kann versuchen sie zu leiten
und zu beherrschen.
Doch endet dies meist naturkatastrophengleich.
Erst wenn wir verstehen,
dass sie so real wie unfassbar,
so facettenreich wie schwarz,
das sie Zweisamkeit,
aber auch Einsamkeit sein kann
… erst dann besteht die Möglichkeit, sie zu begreifen.
Die Liebe ..
Ein Gedanke
Du hast Angst.
Angst, es könnte zur Verpflichtung werden.
Angst, es könnte dich binden und nicht mehr los lassen.
Dabei will ich doch nur genießen.
Genießen, was wir haben.
Selbst wenn es so verdammt wenig ist.
Jeder Moment, meine Zuversicht, dein Schritt zurück.
Auf der Suche nach Perfektion und Glück
darfst du nicht vergessen,
dass mit jedem Schritt den du gehst,
jeder Sekunde die du verlebst
und jeder Tat die du vollbringst,
du es bist der deine Geschichte schreibt.
Ob mit Tinte auf Papier,
Gedanken in den Himmel
oder Worten in die Zeitlosigkeit,
schwanken wir auf dem schmalen Grad zwischen Vollkommen- und Unzufriedenheit.
Und während ich, hin zu dir, balancier,
ziehst du Kreise.
Vielleicht ist es zu viel verlangt,
dein Anker, deine Flügel, dein Schutz und deine Freiheit zu sein.
Doch wärend ich träume und versuche meine Ängste mitzuteilen,
schweigst du.
Ein Schweigen, so laut, dass das Herz zerreißt.
Und wärend meine Gedanken auf die Suche nach deinen Worten gehen,
beginne ich zu reisen, in der Zeit.
Bände schreibend krame ich in der Vergangenheit,
um Antworten in der Gegenwart zu finden.
Doch was bleibt ist nur Stille,
eine Idee, zum Ende hin, den Klang einer Frage tragend.
Und der Weg nach vorn,
immer zur Seite blickend und dem Traum,
du könntest ihn irgendwann mit mir gehen …
Sie könnte Ihn vermissen, doch…
Sie könnte Ihn vermissen, doch…
immer wieder fragt sie sich, was er wohl gerade tut.
`Denkt er vielleicht an mich?`
Es ist jeder kleine Scherz, der sie zum Lachen und die Frage mit sich bringt, ob er wohl auch darüber lächeln müsste.
Hinter jedem Gedanken eine Last sich verbirgt, welche sich auf`s Herz legt.
Ein süßer Schmerz, Zweifel und Hoffnung gepaart.
Berührungen, welche aus der Erinnerung entstehen, im Traum wachsen und in der Einsamkeit enden.
Denn einsam ist, was entzweit.
Vermissen ist entzweite Einsseinheit.
3 Minuten 25 Sekunden
Eine starke Frau weint nicht.
Sie steigt aus der Bahn und überquert die Strasse.
Erhobenen Hauptes geht sie die 200 Meter, bis sie ihre Haustür erreicht.
Sie schenkt dem jungen Mann, der ihr die Tür aufhält ein Lächeln und steigt die Treppe, hin zu ihrer Wohnungstür, hienauf.
In der linken Hand die Einkaufstüten tragend, sucht sie mit ihrer Rechten, in der Handtasche kramend, nach dem Schlüssel.
Sie öffnet die Tür, tritt ein, schließt diese wieder.
Den Einkauf zur Seite gestellt, den Mantel abgelegt, greift sie nach der Schachtel Nil, nimmt sich eine Zigarette hinaus, welche sie mit dem Feuerzeug neben sich legt.
Das Notebook auf dem Schoß, sucht sie nach diesem einen Lied.
Zigarette anzünden.
Play.
Zurück lehnen.
… und dann lässt sie los.
Sie erinnert sich, träumt und hofft.
Verzweiflung rinnt über ihre Wangen.
Ein Seufzen welches, das Gesicht in beide Hände gelegt, verstummt.
Der letzte Ton des Liedes verhallt.
Sie hebt den Blick,
wischt sich die letzte Träne aus dem Gesicht,
atmet tief ein
und gibt vor, wieder stark zu sein.
Ich will …
Ich will zweifeln.
Ich will über jeden Schritt drei mal nachdenken.
Ich will schleichen, hin zu Dir.
Ich will um mich sehen, alle Alternativen erspähen.
Ich will die Versuchung kosten.
Ich will die Unzufriedenheit mit jedem Biss schmecken und dennoch will ich mir die Finger, nach der Einsamkeit lecken.
Ich will in der Gegenwart hin und her tänzel, keinen Drang verspüren Vor, oder Zurück zu gehen.
Manchmal will ich auf diesem Weg auch einfach stehen bleiben, um mich selbst zu sehen.
Ich will auf den letzten Metern so langsam werden, dass sich wieder ein Stück Entfernung zwischen uns drängt.
Ich will zweifeln,
bis zu dem Moment, in dem ich Dir in die Augen seh.
Nur noch in deine Arme will.
Mit Dir lachen,
schweigen,
stehen bleiben.
In Dir die Zukunft sehen
und den Rest des Weges mit Dir gehen.
Ich will zweifeln,
bis zu dem Moment…
Denn ich will spüren das es echt ist.
Ohne zu fragen …
Ohne zu fragen,
nahmst Du ein Teil meines Herzens und gingst.
Unglück entsteht im Zweifel.
Zweifel reifen in der Fragwürdigkeit.
`Hab ich genug getan?`
`Hätt ich etwa anders machen können?`
`Hätt ich etwas anders machen müssen?`
Ist Unglück also Ergebnis all der unbeantworteten Fragen die wir uns stellen?
Es heißt `Die Dümmsten sind glücklich, denn sie wissen nicht was sie tun.`
Ist also eine, nennen wir es naive Liebe, eine Liebe wie ich sie assoziiere?
Oder entsteht sie in der Gewohnheit?
Denn Gewohnheit schafft Geborgenheit.
Gibt es denn die `Liebe` als Solche überhaupt?
Oder erfanden wir nur ein Wort, um uns nicht mehr fragen zu müssen?
Denn kann die Liebe, welche wir für unsere Mütter fühlen, die Selbe sein, wie wir sie gegenüber unseren Vätern, Schwestern und Brüdern hegen?
Ist die Liebe zu einem Freund, die Selbe wie wir sie für diese eine besondere Person, für das `Du` empfinden?
Ist deine Liebe, gegenüber deinem `Du` gestrickt, wie meine gegenüber Ihm?
Wenn die Liebe so facettenreich, wie oft finden sich dann wohl zwei Menschen, die wahrhaftig das Gleiche füreinander empfinden können?
Hatten wir uns gefunden?
Meine Liebe, reicht über Entfernung und Zeit.
Sie spiegelt sich in jedem Gedanken und Vermissen.
In jedem Plan und Ziel.
Sie zu beschreiben, endet im Versuch,
da sie manchmal unfassbar, selbst für mich.
Und so möchte ich wissen,
ohne zu fragen…
wie liebst Du mich.


